Zehn Fakten zum Wald

1.)  Mit einer Gesamtwaldfläche von rund 11,1 Mio. Hektar (das entspricht knapp einem Drittel der Gesamtfläche Deutschlands) zählt Deutschland zu den waldreichsten Ländern der Europäischen Union.

2.)  Die größten Waldanteile (bezogen auf die Landesfläche) haben die Bundesländer Rheinland-Pfalz 42,1 % und Hessen 41,7 %.

3.)  Von der Gesamtwaldfläche Deutschlands befinden sich rund 44 Prozent im Privatbesitz, knapp 30 Prozent der Waldfläche befinden sich im Besitz der einzelnen Bundesländer, die Städten und Gemeinden besitzen knapp 20 Prozent. Dem Bund gehören rund 3,5 Prozent der Waldfläche. 3,6 Prozent sind Treuhandwald, das ist Wald der ehemaligen DDR, der im Zuge der Bodenreform enteignet und in Volkseigentum überführt worden war und jetzt rückübertragen wird.

4.)  Im Deutschen Wald gibt es insgesamt rund 90 Baum- und Straucharten. Die vier häufigsten Baumarten sind die Nadelbäume Fichte (26 %) und Kiefer (23 %) sowie die Laubbäume Buche (16 %) und Eiche (9 %).

5.)  Die Bäume in unseren Wäldern können über 50 Meter groß werden, die heimischen Laubbäume werden allerdings meist nicht höher als 40 Meter.

6.)  Insgesamt kommen in Deutschlands Wäldern 1.215 Pflanzenarten vor, darunter allein 90 verschiedene Baum- und Strauchartenarten sowie tausende unterschiedliche Tierarten, die meisten davon Insekten.

7.)  Der Schutz der Wälder spielt in Deutschland eine wichtige Rolle. So sind 47 Prozent der Wälder ausgewiesene Landschaftsschutzgebiete, 38 Prozent sind Naturparks. Intensivere Schutzbestimmungen und damit Nutzungseinschränkungen wirken sich in Wäldern aus, die zu Natura 2000-Gebieten (24 %), Naturschutzgebieten (6 %), Biosphärenreservaten (4 %) oder Nationalparks (1 %) gehören.

8.)  Jedes Jahr wachsen in den Deutschen Wäldern rund 110 Mio. Kubikmeter Holz nach. Das entspricht etwa vierzigmal dem Volumen der Cheops-Pyramide. Davon geerntet werden rund 64 Mio. Kubikmeter. Damit wird in Deutschland nach wie vor weniger Holz geerntet als im Durchschnitt pro Jahr nachwächst ein Indiz für die nachhaltige Forst- und Waldbewirtschaftung hierzulande.

9.)  Der Wald speichert jedes Jahr rund 2,6 Mrd. Tonnen Kohlenstoff und ist damit ein richtiger Klimaschützer.

10.) Mehr als 70 Prozent der deutschen Gesamtwaldfläche werden nach den strengen Kriterien unabhängiger Forstzertifikate, wie dem PEFC- und FSC-Siegel bewirtschaftet. Sie gelten als Nachweis einer nachhaltigen Forstbewirtschaftung, die die Grundlage für die positive Entwicklung der deutschen Wälder ist. Mit einer zertifizierter Waldflächen von zirka 7,3 Millionen Hektar (Stand: 2012) ist PEFC sowohl national als auch international das meist verbreitete Zertifizierungssystem. Nach FSC-Standard sind in Deutschland aktuell rund 586.631 Hektar Wald zertifiziert (Stand: Januar 2013).

Quellen:

http://www.waldkulturerbe.de/fileadmin/SITE_MASTER/content/Dokumente/Downloads/Presse/DatenUndFakten_DerWaldInDeutschland.pdf

http://www.nabu.de/themen/wald/hintergrundinfos/13284.html

http://www.treffpunktwald.de/wald-online/gfx-300/Fakten-zum-Wald-Datenblatt.pdf?PHPSESSID=i6pkq1g75mpnfa4oa12mbli721

Johann Heinrich von Thünen-Instituts / vTI (2008): Inventurstudie 2008 und Treibhausgasinventar Wald, abrufbar unter: http://literatur.vti.bund.de/digbib_extern/dn048141.pdf

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV): Entdecke den Wald Die Kleine Waldfibel, Bonn, 2012.

http://www.fsc-deutschland.de/index.php?

option=com_content&view=article&id=211&Itemid=106